In Bionaz, hinter der Ortschaft Pouillaye und nach dem Wildbach Arbière, öffnet sich die Höhle von Borne de la Faye, eine natürliche, etwa 35 cm hohe Höhle mit wellenförmigen Seitenwänden, die mit einem feinen gelblichen Staub bedeckt sind.
Die Sage will es, dass dort einmal eine Fee lebte, die sich unsterblich in einen Bauern von Pouillaye verliebte, der Frau und Kinder hatte. Da sie nicht wußte, wie sie ihn an sich binden könnte, lockte die Zauberin ihn und versprach ihm eine reiche Gabe; dann schenkte sie ihm ein prächtiges Band für die Ehefrau, das er ihr während der Fesstage umbinden sollte.
Als der junge Mann auf dem Heimweg müde geworden war, legte er sich unter einen Lärchenbaum schlafen und hing das geschenkte Band an einen Lärchenzweig. Erst mitten in der Nacht wachte er auf und lief schnell heim, an das Band erinnerte er sich erst am nächsten Tag.
Als er bei der Lärche ankam, bemerkte er, dass der Baum, wie von bösen Geistern verhext, völlig vertrocknet war.
Erst jetzt begriff er den hinterlistigen Plan der Fee und floh vor lauter Entsetzen bei dem Gedanken, dass dieses Unglück beinahe seiner geliebten Braut widerfahren wäre.