Aus fernen Zeiten wird berichtet, dass der Bischof des Kantons Wallis, St. Teodulo, nachdem er das Gebiet von Bionaz zum Evangelium bekehrt hatte, beim Überqueren des Colle di Livournea beinahe den unteren abschüssigen Hang hinabgestürzt wäre, weil sich sein Esel so sehr vor einer Schlange erschreckt hatte.
Daraufhin verfluchte der Heilige die Schlange mit den Worten "Niemals mehr sollst Du in diesem Ort leben!"
Nach Ansicht der Alten von Bionaz hatte der Fluch bewirkt, dass seither die Vipern in dieser Gegend spurlos verschwanden. Man war so sehr davon überzeugt, dass sich die Tradition entwickelte, diesen Ort aufzusuchen, dort Erde aufzulesen und sie im festen Glauben, so die Schlangen fernhalten zu können, um Haus und Gemüsegarten herum verteilte.
Es wird sogar berichtet, dass der Esel dabei den Abdruck seines Hufes im Felsen hinterließ und sich die Form seiner Lefze auf einem schüsselförmigen Stein abgebildet hat, in den frisches Wasser floss.
In Anknüpfung an diese Tradition ist der erste Fels unter der Bezeichnung Pas de l' âno ('Eselschritt) und der zweite als Pot de l'âno (Eselschüssel) bekannt.